Konzept für die Konfirmandenarbeit in der Ev. Kirchengemeinde Heißen

  1. Die Konfis im Mittelpunkt

In der Konfirmandenarbeit stehen die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Lebens- und Glaubenserfahrungen im Mittelpunkt.

Ausgehend von diesen Erfahrungen suchen wir mit den Konfis Zugänge zur christlichen Tradition, die für sie im Kontext ihrer Lebenserfahrung plausibel werden.

 

Neben der Bibel nutzen wir kein festgelegtes Unterrichtsmaterial, sondern richten uns nach verschiedenen, meist handlungsorientierten Unterrichtsansätzen, u.a.:

  • Nolte, Burkhardt /  Keßler, Hans-Ulrich: Konfis auf Gottsuche: Praxismodelle für eine handlungsorientierte Konfirmandenarbeit
  • Pädagogisch-Theologisches Zentrum Stuttgart und Religionspädagogisches Institut Karlsruhe (HG): Anknüpfen – Praxisideen für die Konfirmandenarbeit

 

  1. Themen

Die Konfis wählen die Themen des Unterrichts aktiv mit aus, darum gibt es für die Konfirmandenarbeit keinen festen Lehrplan. Unverzichtbar für die Konfirmandenzeit sind für uns jedoch die Themen: Taufe, Abendmahl, Glaubensbekenntnis. Die weiteren Themen ergeben sich aus der Interessenlage der Konfis.

 

Zu Beginn des Unterrichtes nehmen wir uns viel Zeit, um die Themen des Unterrichtes zu bestimmen. Im Laufe des Jahres wird überprüft, ob sich neue Themen ergeben.

 

  1. Glauben leben

Die Leiterinnen und Mitarbeitenden im Konfirmandenunterricht leben ihren Glauben und machen so die Konfis auf Gott neugierig. Mit den Konfirmanden üben wir die Praxis des christlichen Glaubens ein.

 

  • Wir beten gemeinsam.
  • Wir gestalten und feiern Gottesdienste.
  • Wir üben Rituale ein.
  • Wir lesen gemeinsam in der Bibel und entdecken ihre Relevanz für unser Leben.
  • Wir leben christliche Werte und setzten uns für ein soziales Miteinander in der Gruppe ein.

 

  1. Gottesdienst feiern

In ihrer Konfizeit gestalten Konfis aktiv Gottesdienste mit. So lernt die Gemeinde ihre Konfis kennen und die Konfis können zeigen, was sie gelernt oder erarbeitet haben.  

Konfis besuchen regelmäßig (ca. einmal im Monat) einen Gottesdienst.

 

Die Konfis halten ihre Beobachtung in einem Beobachtungsbogen fest. Über diesen Bogen tauschen wir uns regelmäßig im Konfiunterricht aus.

Zu den Gottesdiensten, an denen Konfis maßgeblich beteiligt sind, werden die Familien eingeladen.

 

  1. Zeit schenken – Beziehungen pflegen

Wir sind offen für die Themen und Anliegen der Konfis und nehmen uns Zeit für Gespräche. Die persönliche Beziehung zu den Konfirmanden ist wichtiger Bestandteil der Konfirmandenzeit und steht gleichwertig neben den zu behandelnden Themen.

 

Auf Freizeiten, an Konfitagen und durch Freiräume in den Konfi-Stunden entstehen Möglichkeiten zum Austausch und Kennen lernen. Die einzelnen Mitarbeitenden sind dabei Hauptansprechpartner für „ihre“ jeweilige Kleingruppe. Durch freiwillige Angebote der Jugendarbeit werden Beziehungen vertieft.

 

  1. Leitung, Teamarbeit und Kleingruppen

Die Konfirmandenarbeit mit allen dazugehörigen Veranstaltungen wird gleichberechtig von Ina Kriege-Egert und Anja Collenberg geleitet.  Wir führen den Konfirmandenunterricht in einem Team aus Haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden durch. Alle Mitarbeitenden bekommen die Chance, ihre Gaben einzubringen und sich inhaltlich mit den Themen der Konfiarbeit auseinanderzusetzen.

 

Ältere Jugendliche (und evtl. Eltern der Konfis) werden für diese Aufgabe angesprochen. Wir bereiten den Unterricht im Team vor. Jeder Mitarbeitende ist verantwortlich für die Leitung einer Kleingruppe (bei jüngeren Mitarbeitenden wird die Kleingruppe im Team mit einem erfahrenen Mitarbeitenden geleitet).

Die Konfis werden zu Beginn einer festen Kleingruppe mit einem festen Mitarbeitenden zugeordnet und bekommen einen eigenen Kleingruppenraum.

 

  1. Raum geben

Die Räume, in denen der KU stattfindet, gestalten wir so, dass Konfis sich dort wohl fühlen und sich mit „ihrer“ Kirche identifizieren können.

 

Es muss die Möglichkeit geben, Materialien an die Wände zu hängen oder angefangene Arbeiten aufzubewahren. Wir brauchen Raum für die Arbeit in ca. 4 Kleingruppen, für die Arbeit an Tischen und im Stuhlkreis, sowie Raum für Spiel und Bewegung. Die Räume müssen zuverlässig zur Verfügung stehen.

 

  1. Konfis mitten in der Gemeinde

Jugendliche sind gleichwertige Mitglieder unserer Gemeinde. Wir nehmen ihre Meinungen und Bedürfnisse ernst und schaffen Anknüpfungspunkte zu anderen Menschen und Gruppen in unserer Gemeinde.

 

Dies geschieht durch Kooperation mit anderen Gruppen der Gemeinde (z.B. Konfis bei der Frauenhilfe, Bibelkreis zu Besuch im Konfiunterricht, Projekt mit Kirchenmusik…) durch Anpassung der Gottesdienste auf die Bedürfnisse der Konfis und Mitarbeit der Konfis bei Gottesdiensten und in der Gemeinde. Das Presbyterium ist verantwortlich für den Konfiunterricht und soll an mindestens einer Stelle inhaltlich einbezogen werden (z.B. Spieleabend mit Presbytern, Konfi-Presbyter-Duell,…)

 

  1. Konfis und ihr Umfeld

Wir nehmen die Konfis im Kontext ihres sozialen Umfeldes wahr und beziehen ihre Familien bewusst in die Konfirmandenarbeit ein.

 

Durch thematische Elternabende, Konfikurse für Eltern, Beteiligung der Familien im Konfirmationsgottesdienst und an Konfi-Tagen werden die Familien in die Gemeinde eingeladen und erleben die Konfizeit bewusst gemeinsam mit ihrem Kind. Eltern / Großeltern  übernehmen außerdem Aufgaben für den Konfiunterricht (Fahrdienste, Kuchen backen…)

 

  1. Ein Zuhause finden und mitmachen

Die Konfis lernen während der Konfirmandenzeit einzelne Gemeindegruppen kennen und arbeiten punktuell in verschiedenen Bereichen der Gemeinde mit. Die Angebote der Jugendarbeit ermöglichen es den Konfis, über den Konfiunterricht hinaus in der Gemeinde aktiv zu sein. Dadurch  treten die Konfis näher an die Gemeinde heran und finden im besten Fall einen eigenen Platz in der Gemeinde.

 

Während der Konfizeit sammeln die Konfis „Mitarbeitspunkte“ in Bereichen der Gemeinde, die sie selbst wählen können: Z.B. Mitarbeit im Kindergottesdienst, in der Kinderbibelwoche oder bei den musikalischen Ferienspielen, Austragen von Gemeindebriefen, Mitmachen beim Krippenspiel, Teilnahme am Mädchentreff, Mithelfen bei der Frauenhilfe oder bei Gemeindeveranstaltungen… Die Organisation dieser kleinen „Praktika“ ist aufwändig und muss von einem engagierten Mitarbeiter gut organisiert werden.

 

  1. Konfirmation feiern

Die Konfirmation bedeutet, „Ja“ zu sagen zum christlichen Glauben, sich der Zugehörigkeit zur Gemeinde vergewissern, sich an die eigene Taufe zu erinnern. Sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg vom Kindes- zum Erwachsenenalter.

 

Konfirmationstermine werden der Gruppengröße angepasst. Die Konfirmationen werden in beiden Kirchen an einem Wochenende gefeiert. Am Freitag vor dem Wochenende findet ein Abendgottesdienst mit Abendmahl statt. So haben die Konfis die Möglichkeit, mit der ganzen Gruppe und ihrer engen Familie gemeinsam das Abendmahl zu feiern. Die Konfirmationsgottesdienste werden ohne Abendmahl gefeiert. So ist in ihnen mehr Zeit für eine gut gestaltete Segnungshandlung auch bei großen Gruppen.

Die Konfirmationsgottesdienste werden mit Beteiligung der Familien für die Konfirmanden gestaltet.

 

  1. Unterrichtsform und -Dauer

Der Unterricht findet wöchentlich dienstags von 16.00 bis 17.30 Uhr (1,5 Stunden) im Gemeindezentrum Gnadenkirche statt. Ein freiwilliger „Konfitreff“ schließt sich an den Unterricht an. Der Unterricht dauert ein Jahr. Die Konfirmation findet kurz nach den Osterferien statt.

 

  1. Freizeiten

Wünschenswert wäre eine Freizeit zum Beginn der Konfizeit (Kennen lernen und Themenfindung) und eine Freizeit gegen Ende der Konfizeit (intensive Behandlung eines Themas und Vorbereitung auf die Konfirmation). Wie sich das finanziell und zeitlich regeln lässt, ist fraglich.  Zunächst wird es eine Freizeit zu Beginn der Konfizeit geben.

 

  1. Klare Regeln

Klare Absprachen mit Konfis und deren Familien sind wichtig für einen guten Ablauf der Konfizeit. Wir legen Wert auf einen guten und regelmäßigen Kontakt zu den Familien der Konfis.

 

Alle wichtigen Termine müssen bereits zu Beginn der Konfizeit schriftlich mitgeteilt werden. Die Anmeldung zum Konfiunterricht verpflichtet  zur regelmäßigen Teilnahme am Unterricht, an Gottesdiensten und Freizeiten.

Pfarrbezirk Gnadenkirche

 

Pfarrerin

Reinhild Lüninghöner-Czylwik

Tel: 0208 43 89 97

Mobil: 0157 53 59 15 83

Pfarrbüro: Gemeindezentrum Hingbergstr. 370, Jugendbereich

Mail: lueninghoener@kirche-muelheim.de

Sprechstunde: Do, 17.30-18.30 Uhr im Pfarrbüro

 

Gemeindezentrum Gnadenkirche:

Tel: 0208 43 10 04

Hingbergstr. 370

45472 Mülheim

 

Pfarrbezirk Erlöserkirche

 

Pfarrerin

Anja Collenberg

Tel: 0208 49 21 95

Pfarrbüro: Sunderplatz 5

Mail: Anja.Collenberg@kirche-muelheim.de

Sprechstunden: Di, 09.00-10.00 Uhr und Mi, 17.00-18.00 Uhr im Pfarrbüro

 

Gemeindezentrum Erlöserkirche:

Tel: 0208 49 12 19

Sunderplatz 4

45472 Mülheim

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